Vielleicht erinnerst du dich noch an meinen Post „Alles steht Kopf…“ Heute möchte ich dich teilhaben lassen an diesem wunderbar warmen Gefühl, mit dem ich heute Morgen aufgewacht bin.

Ich habe mich in den letzten zwei Wochen mehr und mehr treiben lassen, habe diese Unordnung in mir und, ja auch in meiner Wohnung, da sein lassen und jeden Tag so gelebt, wie er kam, alles mehr und mehr so angenommen, wie es war und ist. Und da war eine Menge los! Meine Vision, das, was ich mir immer wieder vorgestellt habe, das was ich leben möchte, kam wie eine unglaubliche Welle, ja fast schon wie ein Tsunami über mich. Und es geht immer noch weiter… Und ja, ich hatte zwischendurch immer mal wieder das Gefühl, dass mir alles irgendwie aus den Händen gleitet, dass ich keine Kontrolle mehr habe, dass ich selber wieder viel zu kurz komme…. Mein altes ICH schaute immer mal wieder vorbei. Es gab Momente, in denen ich so müde war. Ich fühlte, wie sie an mir zerrten, das alte und das neue ICH… Aber ich erinnerte mich immer wieder an das, was ich da aufgeschrieben hatte, fühlte hinein… ich ermutigte mich jeden Tag auf’s Neue, indem ich mich bewusst an meine Vision erinnerte und vor allem an dieses gute Gefühl, was ich damit verbinde. Ich hatte es ja schon so lebendig fühlen können, es war ja schon in mir und ich brauchte nur immer mal wieder den Deckel zu lüften, wenn es sich verflüchtigen wollte.

Und so ging es eine ganze Weile… Bis ich heute Morgen wieder einmal mit einem so großen Gefühl der Dankbarkeit aufgewacht bin. Sie war nicht nur in meinem Herzen, nein sie war gefühlt überall um mich herum. Als ob ich sie frei gelassen hätte, sie nun in die weite Welt hinaus darf. Und mit der Dankbarkeit stellte sich so ein Gefühl des Ankommens ein…

Was…?! Angekommen sein? „Niemals!“ schrie mein altes ICH. Das ist ja der Horror! Ich möchte nie angekommen sein! Dann ist alles vorbei!

Ist da wirklich so? Nein, es fühlt sich gerade ganz anders an. Ich fühle gerade genau die innere Ruhe, die ich mir mein ganzes Leben lang immer so gewünscht habe. Früher habe ich es geliebt am Abend auf der Kaimauer am Hafen zu sitzen und zu beobachten, wie die Schiffe nach einem Tag auf dem Meer in den Hafen einliefen. Heute fühle ich mich, als würde ich in meinen Hafen einlaufen… in den Hafen meines wirkliche ICHs in den Hafen meines Lebens. Und wer sagt, dass dann alles vorbei sein muss? In diesem Hafen gibt es viele Dinge zu entdecken. Ich sehe ihn schon vor mir: lebendiges Treiben, Menschen, viele bunte Schiffe, große und kleine… und mittendrin, ja mittendrin, mein Schiff, mit bunten Segeln immer mal wieder bereit neue Buchten anzusteuern und dann am Abend wieder in den Hafen zurück zu kehren.

Ich komme an… in mir! Und ich freue mich auf die vielen kleinen und großen Reisen, die noch kommen und spüre das beruhigende Schaukeln meines Schiffes, das gerade vor Anker liegt, lasse mich tragen vom Meer aller Möglichkeiten…

Deine Birte